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Ringelblume (Calendula officinalis)

Ringelblume (Calendula officinalis)Ringelblume (Calendula officinalis)

Ringelblumen erfreuen das Auge von Juni bis Oktober mit ihren sonnengelben bis orangefarbenen Blüten, Blätter und Stängel riechen balsamisch-harzig. Mit ein wenig Glück blüht die eigentlich einjährige Pflanze auch noch ein weiteres Jahr. Der Name der Ringelblume bezieht sich auf die auffällig gebogene und gedrehte Form ihrer Samen; in manchen Gegenden ist sie auch als Ringelrose bekannt, die in die vielen Varianten des Kinderreimes „Ringel, Ringel, Rose“ Einzug gehalten hat.

Herkunft und Anbau.

Die Ringelblume stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Sie wurde ihrer Heilwirkung wegen schon früh in Kultur genommen und ist heute nicht nur eine beliebte Gartenblume, sondern wird auch kommerziell angebaut. Sie verwildert leicht und ist nun in Mittel- und Südeuropa, auf den Britischen Inseln, in Westasien und in den USA verbreitet. Weil vor allem die Blütenblätter der Ringelblume verwertet werden, haben sich vielfach gefüllte Formen durchgesetzt. Damit die Zungenblüten ihre Farbe behalten, müssen sie aufwendig getrocknet werden.

Inhaltsstoffe.

Die Ringelblume wird vor allem zur Wundbehandlung verwendet, denn die in ihren Blütenblättern enthaltenen Substanzen (zum Beispiel Triterpene, Saponine und antioxidativ wirkende Flavonoide) wirken antiseptisch und fördern die Bildung von neuem, gut durchblutetem Gewebe. Selbst die Regeneration schlecht heilender Wunden ist dank der Ringelblume möglich. Es gibt Hinweise darauf, dass die Blüten auch das Immunsystem anregen. Die Ringelblume ist als Heilpflanze des Jahres 2009 gewürdigt worden.

Verwendung der Ringelblume.

RingelblumensalbeRingelblumensalbe
  • Ringelblumensalbe sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Bei schlecht heilenden Wunden, Quetsch-, Schürf- und leichten Brandwunden sowie Verbrühungen, Sonnenbrand und Hautausschlägen unterstützt sie die Heilung. Auch bei trockener, strapazierter Haut bringt die Ringelblume Linderung.
  • Als Tee helfen Ringelblumen bei Verdauungsstörungen.
  • In der Küche, zum Beispiel als Farbtupfer in Salaten und als preisgünstiger Safranersatz.
  • In der Homöopathie ist Calendula in verschiedenen Potenzierungen gegen Verbrennungen und zur Wundheilung im Einsatz.
Besonderes.

Heute ersetzt die Ringelblume in vielen Fällen die Arnika, die ein ähnliches Wirkungsspektrum hat, jedoch allzu häufig unerwünschte Nebenwirkungen in Form von allergischen Reaktionen entfalten kann.

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