Mützen
Ratgeber
Überzeugend in Stil und Funktion. Unsere Mützenklassiker
Mütze sind doch zu vielem nutze – die einen halten Kopf und Ohren auch bei eisigem Wind oder einsetzendem Schneefall auf Temperatur, andere helfen sommers einen kühlen Kopf zu bewahren und schirmen die Sonne zuverlässig ab. Bei unseren Herrenmützen legen wir den Fokus auf natürliche Materialien – wärmende und temperaturausgleichende Fasern wie Merinowolle und herkömmliche Schurwolle sowie sommerliche Fasern wie Leinen und Baumwolle. Nehmen wir einige zeitlose Modelle einmal genauer unter die Lupe: von der Seemannsmütze und der Beanie über das Baseballcap bis hin zur Basken-, Schieber- und Ballonmütze.
Für raue Wetter. Maritime Mützen
Sie ist bis heute ein Klassiker, der in jeden Kleiderschrank gehört: die gestrickte Rollmütze, früher vornehmlich von Seeleuten und auf Fischkuttern als Schutz vor Wind und Wetter getragen. Dank des dehnbaren Rippenstricks, aus dem diese Mütze meist gearbeitet ist, trägt sie sich besonders komfortabel. Ein einfacher oder doppelter Umschlag sorgt für einen guten Sitz und schenkt dem Kopf, vor allem aber auch den empfindlichen Ohren ein Plus an Wärme. Wählen Sie je nach Wetterlage und Jahreszeit ein Modell aus wärmenden Materialien wie Wolle und Alpakahaar, gegebenenfalls kombiniert mit sommerlichen Materialien wie Baumwolle.
Nur für den Winter? Nicht die Bohne! Beanies
Eine Beanie ist zeitlos, lässt sich variabel tragen und verleiht jedem Outfit eine Spur Lässigkeit. Ihr Name wird zurückgeführt auf eine umgangssprachliche englische Bezeichnung für den menschlichen Kopf: „bean“ (Bohne). Die Beanie, gestrickt aus temperaturausgleichender Wolle, manchmal auch kombiniert mit Materialien wie Baumwolle und Leinen, ist eine perfekte Begleiterin für die kühle Jahreszeit, genauso gut komplettiert sie das Outfit an wärmeren Tagen – und das nicht nur am „Bad-Hair-Day“. Ob klassisch tief über Stirn und Ohren gezogen, nach hinten geschoben mit leichtem Überhang oder seitlich geneigt für einen asymmetrischen Look – tragen Sie die Beanie so, wie es Ihnen gefällt.
Sportlicher Schick. Das Baseballcap
Ursprünglich von Baseballspielern getragen, ist das Baseballcap oder kurz Basecap eine Kappe mit einer meist aus sechs Stoffdreiecken gefertigten, runden Krone und einem steifen Schirm – ein zeitloser Klassiker, der sportlichen Outfits den letzten Schliff verleiht. Häufig ist das Baseballcap mit einem Klettverschluss oder einem Riemen mit Schnalle oder Druckknöpfen in der Weite verstellbar und lässt sich so individuell an die Kopfgröße anpassen. Ein innenliegendes Schweißband und Lüftungsöffnungen in den Stoffsegmenten sorgen für guten Tragekomfort. Das Baseballcap ist beim Sport und anderen Freizeitaktivitäten ein nützliches Accessoire, das Kopf und Gesicht vor direkter Sonne schützt und verhindert, dass die Augen durch Sonneneinstrahlung geblendet werden oder das Haar ins Gesicht fällt.
Très française! Die Baskenmütze
Die Baskenmütze – eine flache Kappe aus Wollfilz, meistens mit, aber auch schon einmal ohne den kleinen Nippel obenauf, stammt ursprünglich nicht, wie ihr Name vermuten lässt, aus dem Baskenland, sondern aus der französischen Provinz Béarn am Fuße der Pyrenäen. Dort war sie die traditionelle Kopfbedeckung der Bauern und Hirten. Ins Baskenland gelangte sie erst später, und von dort – so die Überlieferung – soll Napoléon Bonaparte sie mitgebracht und ihr den Namen „Baskenmütze“ verliehen haben. Schon im 19. Jahrhundert zeigten sich Künstler wie Monet oder Rodin mit der „béret basque“, Anfang des 20. Jahrhunderts dann Picasso und Hemingway. Und auch deutsche Intellektuelle wie Heinrich Böll ließen sich gern mit der Baske ablichten. Marlene Dietrich machte sie zum Emblem für die moderne Frau und Che Guevara schließlich zum Zeichen des Widerstands. So avancierte die Mütze, die Kurt Tucholsky spitzzüngig als einen „Eisbeutel aus Tuch mit einem Zippelchen obendrauf” bezeichnet haben soll, zum Symbol für die Unangepassten, die Modevisionäre, die Revolutionäre und nicht zuletzt zum französischen Kultsymbol. Baguette, Rotwein, Streifenshirt und Baskenmütze – sie zeichnen bis heute das klischeehafte Bild des typischen Franzosen. Umweht von dieser ordentlichen Brise Kulturgeschichte(n) und französischem Flair ist die Baskenmütze der Modewelt stets erhalten geblieben, und das vollkommen zu Recht, wie wir finden.
Lässige Begleiterin. Die Schiebermütze
Die Schiebermütze, auch als Schlägermütze bekannt, ist eine typische Arbeitermütze aus den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Mit ihr zeigten sich die „Schieber“ (Vorarbeiter) in großen deutschen Städten wie Berlin, daher ihr Name. Im Birmingham der 1920er und 1930er Jahre wurde sie wenig später zum Markenzeichen der Peaky Blinders, einer berühmt-berüchtigten Ganovenbande. Aufgrund ihres lässigen und sportlichen Looks fand sie schon bald auch außerhalb der Arbeitswelt Verbreitung – beim Golf wie bei der Jagd, in der Jugend- wie in der Musikszene, so etwa bei AC/DC-Leadsänger Brian Johnson, aber auch in der Alltagsbekleidung. Gearbeitet ist die Schiebermütze mit einem vorn bis zur Schirmspitze gezogenen und mit dem Schirm vernähten Oberteil sowie Abnähern am Hinterkopf. Innen ist sie meist mit einem Futter und einem Schweißband versehen, was besonders bei höheren Temperaturen für ein noch angenehmeres Tragegefühl sorgt. Die Materialien und Muster variieren – vom klassischen Harris-Tweed im Fischgrat- oder Karomuster bis zum sommerlichen Leinengewebe mit markantem Melangeeffekt.
The famous newsboy’s cap. Die Ballonmütze
Das frühe 20. Jahrhundert gilt in Europa und Nordamerika als die Geburtsstunde der Ballonmütze. Wie die Schiebermütze war auch sie zunächst die Kopfbedeckung der Arbeiterklasse. Neben Handwerkern und Kaufleuten, Hafen- und Stahlarbeitern wurde sie unter anderem von Zeitungs- und Bäckerjungen getragen, was ihr auch den Namen „newsboy’s cap“ beziehungsweise „bakerboy’s cap“ eintrug. Und schließlich gelangte die Mütze „von der Straße“ auf die Laufstege von Paris, Mailand, London und New York – und auch auf die Köpfe von Künstlern und Musikern, so etwa von Friedensreich Hundertwasser und Gregory Porter. Im Gegensatz zur Schiebermütze hat die Ballonmütze kein flaches, sondern ein ausladendes, eben ballonartiges Dach, welches klassisch aus acht Teilen besteht und in der Mitte mit einem aus dem Obermaterial bezogenen Knopf versehen ist. Wie auch die Schiebermütze wird die Ballonmütze häufig aus Harris-Tweed gefertigt – wärmend, temperaturausgleichend und sehr strapazierbar. Innenfutter und Schweißband sorgen zusätzlich für einen hohen Tragekomfort.
Nur echt mit Zertifikat: Harris-Tweed
Raue See mit wilden Wellen, atemberaubende, unberührte Landschaften mit grünen Hügeln, weißen Sandstränden und einer vielfältigen Tierwelt – die Äußeren Hebriden vor der schottischen Westküste haben einiges zu bieten. Dazu gehört auch ein besonderes, traditionelles Handwerk. Denn die Hebrideninseln sind die Heimat der Harris-Tweed-Webereien. Bei Harris-Tweed, benannt nach dem bergig-rauen Landstrich Harris auf der Insel Lewis and Harris, handelt es sich um ein robustes Streichgarngewebe aus der Schurwolle schottischer Blackface- und Cheviot-Schafe. Die Wolle wird in kleinen Werkstätten von Hand gefärbt, versponnen und verwebt – nur Tweedstoffe, die von den Inseln Lewis and Harris, Uist oder Barra stammen, dürfen das Echtheitszertifikat „Harris Tweed“ tragen. Das hochwertige Gewebe mit seinen charakteristischen schottischen Farben und Mustern zeichnet sich nicht nur durch Langlebigkeit und eine einzigartige, elegante Optik aus, es ist auch besonders wärmend, atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Unsere Ballon- und Schiebermützen aus Harris-Tweed kommen aus namhaften deutschen Manufakturen wie Mayser und Diefenthal, die sich seit mehr als einem Jahrhundert auf das traditionelle Handwerk der Hutmacherei verstehen.
Für einen Satz warme Ohren. Natürliche Funktionsfasern
Eine Wintermütze kann auch ein Statement sein, in erster Linie sollte sie aber den Kopf und die Ohren gut warm halten. Im besten Fall gehen Funktion und Stil Hand in Hand. Zwar ist es mittlerweile widerlegt, dass die meiste Wärme über den Kopf verloren geht, jedoch ist der Kopf besonders kälteempfindlich, insbesondere die Ohren. Ihnen fehlt ein dämmendes Fettgewebe, was dazu führt, dass sie sehr schnell auskühlen. Außerdem sind sie stark durchblutet und die Nerven im Gehörgang verlaufen direkt unter der Haut, daher reagieren die Ohren sehr sensibel auf Temperaturveränderungen. So kann es bei extremer Kälte zu Erfrierungen kommen, was zu heftigen Schmerzen führen kann, sobald die Ohren wieder warm werden. Besser also, Sie haben etwas um die Ohren oder noch besser: Sie sind über beide Ohren gut gegen Kälte und eisige Winde geschützt.
Warum wir bei unseren Herrenmützen auf wärmende Fasern wie Schurwolle setzen? Mützen aus reinen Kunstfasern wie Polyester, Polyamid oder Polyacryl sind zwar isolierend, aber leider nur wenig atmungsaktiv. Die Folge ist, dass sich die warme Luft unter der Mütze staut, man gerät ins Schwitzen und die Feuchtigkeit kann nicht gut abtransportiert werden. Zudem laden sich Kunstfasern elektrostatisch auf und lassen Ihre Haare buchstäblich zu Berge stehen. Schurwolle hingegen kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen, und sie gibt die Feuchtigkeit rasch wieder an die Umgebung ab. Für wollempfindliche Menschen ist die besonders feine Merinowolle die richtige Wahl, sie verfügt über leicht gekräuselte Wollfasern, die die Körperwärme besonders effektiv speichern. Noch dazu krümmen sich die Fasern, sobald sie mit der Haut in Berührung kommen – für ein überaus schmiegsames Hautgefühl.















































































