Lauschaer Baumkugeln Lauflack

Lauschaer Baumkugeln Lauflack
- Lauflack: jede Baumkugel ein Unikat
- Original: Glasbläserkunst aus Lauscha
- Manufakturarbeit: vor der Lampe mundgeblasen
Allgemeine Informationen
Einzigartiger Farbverlauf
Traditionelle Handwerksarbeit prägt auch diese Lauschaer Glaskugeln: Sie werden frei „vor der Lampe“ (dem Gasbrenner), also ohne Form mundgeblasen – lediglich das Zielmaß ist den Glasbläser*innen vorgegeben. Allein dass dabei derart gleichmäßige Kugeln entstehen, zeigt die Kunstfertigkeit der Glasbläser*innen.
Nach dem Abkühlen werden die Baumkugeln im Liebig’schen Versilberungsverfahren verspiegelt. Dazu wird Silbernitrat, das in einer wässrigen Lösung aufgelöst ist, in die Kugel gefüllt. Durch Wärmeeinwirkung schlägt es sich als hauchdünner Film an der Innenwand der Kugel nieder. Erst durch das Verspiegeln wird ein späterer Farbauftrag optisch homogen und glanzvoll.
Auch die äußere Lackierung erfolgt bei diesen Baumkugeln in aufwendiger Handarbeit: Ist die Verspiegelung getrocknet, tragen Glasmaler*innen Bögen in Weiß auf die Kugeln auf. Anschließend tauchen sie die Kugeln in Lack und stellen sie kopfüber auf. Der flüssige Lack nimmt beim Verlaufen das Weiß der Bögen in Schlieren mit – und hinterlässt auf jeder Kugel einen einzigartigen Farbverlauf. Um die Lichtreflexionen der Baumkugeln zu verstärken, wird zusätzlich zarter Glimmer entlang der Bogenränder aufgetragen. Abschließend wird der „Spieß“, an dem die Kugel während der Fertigung gehalten wurde, manuell abgeschnitten und das Krönchen aufgesetzt – nun ist die Lauscher Baumkugel bereit, aus Ihrem Baum heraus Lichterglanz zu reflektieren und Weihnachtszauber zu verbreiten.
Christbaumschmuck in Lauschaer Tradition
Seit über 400 Jahren begleitet der Werkstoff Glas den kleinen Ort Lauscha im Thüringer Wald. Im Jahr 1597 hatten dort der Schwabe Hans Greiner und der aus Böhmen stammende Christoph Müller die erste Glashütte in Thüringen errichtet und damit den Grundstein für die dortige Glasindustrie gelegt, die heute in aller Welt berühmt ist. Die Produktpaletten mögen mittlerweile erweitert worden sein, die Unternehmensstandorte vergrößert und manchmal sogar über Europa verteilt. Und doch entsteht Lauschaer Baumschmuck weiterhin im überlieferten Handwerk.
Die an traditionellen Baumschmuckformen orientierten Lauschaer Miniaturen sind formgeblasen, sie werden in Handarbeit von innen mit einer nur hauchdünnen Schicht reinen Silbers versehen, lackiert und dann mit feinem Glitter bestreut. Die Jugendstilformen waren eine Reaktion auf den überladenen Stil des Historismus. Um 1900 wurde erstmals öffentlich über die „richtige“ oder „falsche“ Dekoration des Weihnachtsbaums diskutiert – und damals schon war klar: Weniger ist mehr, der Baum sollte vorwiegend mit Dingen behängt werden, die tatsächlich mit einem winterlichen Tannenbaum in Verbindung zu bringen sind. Der „weiße Baum“ mit einer Stimmung von „Eis und Schnee und Feuer“ versucht, der uralten heidnischen und christlichen Symbolik des „Lichtfestes im Winter“ gerecht zu werden. In diese Tradition gehören die Reflexkugeln, die Eisglas- und die Kristallkugeln sowie die Eisglasamsel aus unserem Sortiment. Daneben haben sich rote und goldfarbene Kugeln als traditioneller Baumschmuck erhalten.
Hinweis:
Bestimmte Herstellungsschritte finden in Handarbeit statt. Geringe Maß- und Farbabweichungen können daher vorkommen.
Produktinformation
Artikelnummer 220325
- Lauflack: jede Baumkugel ein Unikat
- Original: Glasbläserkunst aus Lauscha
- Manufakturarbeit: vor der Lampe mundgeblasen
Mundgeblasene Glaskugel. Aufhängeöse aus Metall. Set mit 6 Kugeln. Je Kugel Ø 6 cm, Gewicht 8 g. Lieferung in einem Karton, der auch der Aufbewahrung dient.
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