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„Vernünftige“ Dinge

Vernünftige DingeVernünftige Dinge

In der Philosophie ist die Frage nach der Vernunft die Königsdisziplin. Was sie ausmacht, was sie kennzeichnet und voranbringt, ist eine Frage, der sie sich immer wieder widmete. So ersann sie Systeme, Kriterien, Kategorien, Schemata und vieles mehr, um der Vernunft sicheren Boden zu bereiten und die Unvernunft in ihre Schranken zu verweisen, nicht zuletzt auch in didaktischer Absicht. Es galt und gilt zu verhindern, was es von einer Bildinschrift bei Francisco de Goya zum geflügelten Wort gebracht hat: „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.“

Im nicht so sehr auf philosophische Höhenluft abzielenden Sprachgebrauch des Alltags kann aber nicht nur der Mensch vernünftig sein, sondern auch ein Gegenstand. Eine „vernünftige“ Pfanne ist für einen versierten Koch von anderen Pfannen sehr genau unterscheidbar, und einem Handwerker käme kein anderer als ein „vernünftiger“, mithin Profiansprüchen genügender Hammer in die Werkzeugkiste.

Turk EisenpfanneTurk Eisenpfanne

Denn auch auf diesem Gebiet gibt es Ungeheuer, die bestenfalls für ihren Zweck kaum tauglich sind, darüber hinaus aber auch ökonomisch, ökologisch und womöglich gar ethisch Schaden anrichten können. Solche Gegenstände gilt es nicht mit philosophischem, sondern mit warenkundlichem Wissen zu erkennen und bekämpfen – wobei sich die Warenkunde übrigens gar nicht so sehr von der Philosophie unterscheidet, denn auch sie beharrt auf nachweisbaren Kriterien und stellt kritisch unterscheidend Qualitätsmerkmale dar. Es gibt eine philosophische Aufklärung, und es gibt eine warenkundliche – unser Bemühen seit über dreißig Jahren.
Einfache Alltagsgegenstände, die sich in diesem warenkundlichen Sinne als „vernünftig“ erweisen, empfehlen sich als Geschenke für zwei Personengruppen, die sich auf den ersten Blick unähnlicher kaum sein könnten. Zum einen eignen sie sich für die, bei denen die Wahl eines Geschenkes besonders schwierig ist, weil sie scheinbar „schon alles haben“. Zum anderen sind sie aber auch perfekt für die, die „noch nichts haben“ – etwa, weil sie in jungen Jahren und mit überschaubarem Budget ihren ersten Hausstand gründen.

Denn sie treten in ihrer Wertigkeit mit einer Kompromisslosigkeit auf, mit der sie womöglich bereits vorhandene, banalisierte (Ungeheuer-) Varianten mühelos verdrängen. Oder aber sie verhindern von Anfang an, dass bei der ohnehin notwendigen Anschaffung ein Kompromiss überhaupt eingegangen werden muss. In beiden Fällen werden sie das Hauptziel eines jeden gelungenen Geschenkes erreichen: genutzt zu werden, und das mit anhaltender Freude. Und wenn dabei auch noch ein didaktisches Ziel erreicht wird – mithin die warenkundliche Vernunft beim Empfänger geweckt oder gefördert wird –, umso erfreulicher.

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